Forschungszulage-Rechner: 2020 bis 2026
Der Forschungszulage-Rechner ist ein Mehrjahres-Rechner: Er ermittelt die Zulage je Wirtschaftsjahr als Bemessungsgrundlage mal Fördersatz, mit dem Deckel und dem Auftragsforschungsanteil, die in diesem Jahr galten. Wer rückwirkend beantragt, rechnet nicht ein Jahr, sondern mehrere: 2022 war die Bemessungsgrundlage auf 4 Mio. € gedeckelt, seit 2026 auf 12 Mio. €.
- Jedes Wirtschaftsjahr mit seinen eigenen Werten
- Deckel, Auftragsforschung und Pauschale nach Gesetzesstand
- Kostenlos, ohne Anmeldung
Die Bausteine Ihrer Forschungszulage
Zahlen und Details
Für 2020 und 2024 gilt der gezeigte Wert ab dem Stichtag im Jahr; der Rechner weist beide Zeiträume aus.
Wie viel Forschungszulage steht Ihnen für welches Jahr zu?
Tragen Sie die F&E-Kosten je Wirtschaftsjahr ein. Der Rechner setzt für jedes Jahr den Deckel, den Auftragsforschungsanteil und die Gemeinkostenpauschale an, die für diesen Zeitraum gelten, und summiert am Ende.
| Wirtschaftsjahr | F&E-Personalkosten | Auftragsforschung | Eigene F&E-Stunden | Bemessungsgrundlage | Forschungszulage |
|---|---|---|---|---|---|
| 20204 Mio. € · 60 % · KMU 25 %Frist abgelaufenFrist abgelaufen | € | € | h | 0 € | 0 € |
| 20214 Mio. € · 60 % · KMU 25 %Frist abgelaufenFrist abgelaufen | € | € | h | 0 € | 0 € |
| 20224 Mio. € · 60 % · KMU 25 %Frist läuft abLäuft am 31.12.2026 ab | € | € | h | 0 € | 0 € |
| 20234 Mio. € · 60 % · KMU 25 %Noch offen | € | € | h | 0 € | 0 € |
| 202410 Mio. € · 70 %Noch offenRechnerwert ab 28.03.2024; Tätigkeiten bis 27.03.: KMU 25 %, Aufträge vor 28.03.: 60 %, Aufwendungen vor 28.03.: Deckel 4 Mio. € | € | € | h | 380.000 € | 133.000 € |
| 202510 Mio. € · 70 %Noch offen | € | € | h | 462.000 € | 161.700 € |
| 202612 Mio. € · 70 % · +20 %Laufendes WirtschaftsjahrPauschale nur für Vorhaben mit Beginn nach dem 31.12.2025 | € | € | h | 676.800 € | 236.880 € |
| Summe | 1.280.000 € | 180.000 € | 0 | 1.518.800 € | 531.580 € |
Maßgeblich ist das Wirtschaftsjahr, in dem die Aufwendungen entstanden sind. In den Jahren 2020 und 2024 änderten sich die Werte unterjährig; der Rechner nutzt die Werte ab dem jeweiligen Stichtag.
In mindestens einem Jahr greift der Deckel der Bemessungsgrundlage.
Tragen Sie die Kosten je Wirtschaftsjahr ein. Der Rechner wendet für jedes Jahr die Werte an, die das FZulG für diesen Zeitraum vorsieht. Wirtschaftsjahre mit abgelaufener Frist sind gesperrt und zählen nicht mit.
Ergebnis im Erstgespräch prüfen lassenWas der Rechner zeigt
Der Forschungszulage-Rechner ermittelt aus F&E-Personalkosten, 70 % der Auftragsforschungskosten und Eigenleistungen (nur Einzel- und Mitunternehmer, 100 € je Stunde) die Bemessungsgrundlage. Für Vorhaben mit Beginn nach dem 31.12.2025 kommt eine 20-%-Gemeinkostenpauschale auf die gesamte Bemessungsgrundlage hinzu, auch auf den Auftragsforschungs-Anteil. Die Bemessungsgrundlage ist auf 12 Mio. € pro Jahr gedeckelt (10 Mio. € für 2024 und 2025); die Forschungszulage beträgt 25 %, für KMU 35 % davon – bis zu 4,2 Mio. € pro Jahr. Ob Ihr Vorhaben grundsätzlich förderfähig ist, klärt der Forschungszulage-Check zuerst.
Das Wichtigste zum Rechner
Was rechnet dieser Rechner, und was nicht?
Der Rechner setzt Personalkosten als Arbeitgeberbrutto, Eigenleistungen mit 100 € je Stunde und 70 % der Auftragsforschung an, ab 2026 zusätzlich die 20-%-Gemeinkostenpauschale; ob ein Vorhaben förderfähig ist, prüft er nicht.
| Größe | Wie der Rechner sie ansetzt | Grundlage |
|---|---|---|
| Personalkosten | 100 % des Arbeitgeberbruttos der F&E-Stunden | § 3 Abs. 1 FZulG |
| Eigenleistungen | 100 € je Stunde, höchstens 40 Std./Woche; nur Einzel- und Mitunternehmer | § 3 Abs. 3 FZulG |
| Auftragsforschung | 70 % des Entgelts an Dritte im EWR | § 3 Abs. 4 FZulG |
| Gemeinkostenpauschale | 20 % auf die gesamte Bemessungsgrundlage, nur für Vorhaben mit Beginn nach dem 31.12.2025 | § 3 Abs. 3b FZulG |
| Deckel der Bemessungsgrundlage | höchstens 12 Mio. € pro Jahr (10 Mio. € für 2024/2025) | § 3 Abs. 5 FZulG |
| Fördersatz | 25 %, für KMU 35 % | § 4 Abs. 1 FZulG |
Ob ein Vorhaben nach § 2 FZulG förderfähig ist, prüft der Rechner nicht: Neuheit, technisches Risiko und systematisches Vorgehen bewertet allein die BSFZ. Eine erste Einschätzung liefert die Förderfähigkeits-Prüfung.
Wie rechnet der Rechner die Forschungszulage?
Der Rechner baut die Bemessungsgrundlage in einer festen Kette auf und wendet Pauschale, Deckel und Fördersatz automatisch an.
F&E-Personalkosten eingeben
Arbeitgeberbrutto der Stunden, die auf das Forschungsvorhaben entfallen (§ 3 Abs. 1 FZulG).
Auftragsforschung eintragen
Der Rechner setzt automatisch 70 % des Entgelts an Dritte im EWR an (§ 3 Abs. 4 FZulG).
Eigenleistungen erfassen
Nur für Einzelunternehmer und Mitunternehmer: 100 € je Stunde, höchstens 40 Stunden pro Woche (§ 3 Abs. 3 FZulG). GmbH-Geschäftsführer tragen 0 Stunden ein.
KMU-Status wählen
KMU erhalten 35 % Fördersatz statt 25 %, nach Anhang I AGVO: unter 250 Beschäftigte, bis 50 Mio. € Umsatz oder 43 Mio. € Bilanzsumme.
Gemeinkostenpauschale und Deckel
Für Vorhaben mit Beginn nach dem 31.12.2025 rechnet der Rechner 20 % auf die gesamte Summe aus Personalkosten, Auftragsforschung und Eigenleistungen hinzu und deckelt das Ergebnis bei 12 Mio. € pro Jahr.
Forschungszulage berechnen
Die gedeckelte Bemessungsgrundlage wird mit dem Fördersatz multipliziert: das Ergebnis ist die Forschungszulage pro Jahr, höchstens 4,2 Mio. €.
Alle Angaben ohne Gewähr. Die tatsächliche Förderhöhe hängt von der Bescheinigung der BSFZ ab.
Welche Sonderfälle bildet der Rechner nicht ab?
Die Kostenarten und ihre Rechtsgrundlagen stehen in der Tabelle über dem Dossier. Drei Fälle rechnet das Instrument nicht mit: die Forschungszeit eines Gesellschafter-Geschäftsführers, die Abschreibung nach § 3 Abs. 3a und der Deckel im Verbund.
Für GmbH, UG und AG gilt eine Ausnahme: Die F&E-Zeit eines Gesellschafter-Geschäftsführers ist nur über sein Gehalt als Personalkosten förderfähig, nicht als Eigenleistung. Details zu den einzelnen Positionen zeigen die Seiten zur Eigenleistung und zur Auftragsforschung.
Für verbundene Unternehmen gilt der Deckel konzernweit (§ 3 Abs. 6 FZulG).
Was ändert sich 2026 gegenüber 2024/2025?
Zum 1. Januar 2026 steigt der Deckel der Bemessungsgrundlage von 10 auf 12 Mio. € und die maximale Zulage von 3,5 auf 4,2 Mio. €; neu hinzu kommt die 20-%-Gemeinkostenpauschale für Vorhaben mit Beginn nach dem 31.12.2025.
| Kriterium | 2024–2025 | Ab 2026 |
|---|---|---|
| Deckel der Bemessungsgrundlage | 10 Mio. € pro Jahr | 12 Mio. € pro Jahr |
| Gemeinkostenpauschale | keine | 20 % auf die gesamte Bemessungsgrundlage |
| Voraussetzung für die Pauschale | – | Vorhaben mit Beginn nach dem 31.12.2025 |
| Maximale Forschungszulage (KMU) | 3,5 Mio. € (35 % von 10 Mio. €) | 4,2 Mio. € (35 % von 12 Mio. €) |
Ein Vorhaben, das vor 2026 begonnen hat, profitiert bei Aufwendungen ab 2026 vom höheren Deckel, aber nicht von der Pauschale. Für die Pauschale muss das Vorhaben selbst nach dem 31.12.2025 gestartet sein (§ 3 Abs. 3b FZulG). Mehr zu den Neuerungen auf der Seite FZulG 2026.
Wie sehen drei Rechenfälle aus?
Drei typische Konstellationen, gerechnet mit denselben Regeln wie oben.
KMU mit reinen Personalkosten
Ein KMU mit 300.000 € F&E-Personalkosten, keine Auftragsforschung, keine Eigenleistungen, Vorhaben ab 2026.
Inklusive der 20-%-Pauschale auf die Bemessungsgrundlage (§ 3 Abs. 3b FZulG).
Großunternehmen mit Auftragsforschung
Ein Großunternehmen mit 6 Mio. € Personalkosten und 2 Mio. € Auftragsforschung an ein Institut im EWR, Vorhaben ab 2026.
Nur 70 % der Auftragsforschung fließen ein, die Pauschale gilt auch für diesen Anteil.
KMU mit Eigenleistungen, Zeitraum 2024/2025
Ein KMU mit 200.000 € Personalkosten und 1.500 Eigenleistungsstunden des Einzelunternehmers, Aufwendungen im Zeitraum 2024/2025.
Kein Pauschale-Zuschlag, Deckel bei 10 Mio. € statt 12 Mio. €.
Welche Fragen tauchen zum Rechner am häufigsten auf?
Welche Wirtschaftsjahre kann der Rechner noch ansetzen?
2020 und 2021 sind endgültig nicht mehr ansetzbar, 2022 läuft am 31.12.2026 ab, 2023 bis 2026 bleiben offen.
| Jahr | Deckel | Auftragsforschung | Frist |
|---|---|---|---|
| 2020 | 4 Mio. € | 60 % | Frist abgelaufen |
| 2021 | 4 Mio. € | 60 % | Frist abgelaufen |
| 2022 | 4 Mio. € | 60 % | Läuft am 31.12.2026 ab |
| 2023 | 4 Mio. € | 60 % | Noch offen |
| 2024 | 10 Mio. € Rechnerwert ab 28.03.2024; Tätigkeiten bis 27.03.: KMU 25 %, Aufträge vor 28.03.: 60 %, Aufwendungen vor 28.03.: Deckel 4 Mio. € | 70 % | Noch offen |
| 2025 | 10 Mio. € | 70 % | Noch offen |
| 2026 | 12 Mio. € Pauschale nur für Vorhaben mit Beginn nach dem 31.12.2025 | 70 % | Laufendes Wirtschaftsjahr |
Ein gesperrtes Jahr geht mit null in den Rechner ein: Die vierjährige Festsetzungsfrist für dieses Wirtschaftsjahr ist abgelaufen (§ 169 AO). Rechner und Tabelle zeigen damit denselben Stand; das Fristband dazu steht auf der Seite Forschungszulage rückwirkend.
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Max Nodes
Gründer und Geschäftsführer von NOVARIS Consulting. Spezialisiert auf die steuerliche Forschungsförderung (FZulG) seit 2021; 25 von 25 begleiteten BSFZ-Anträgen bewilligt (Stand 09/2026). Max Nodes