Forschungszulage Energie und Cleantech: Zelle, Speicher, Netzregelung
Neue Speicher, Energiewandler oder Verfahren zur Netzregelung entwickeln? Die Forschungszulage kann Ihre Entwicklungsarbeit fördern, wenn Neuheit, technisches Risiko und systematisches Vorgehen nachweisbar sind. Prüfen Sie unten die Tätigkeiten und ihre Abgrenzung zur Routine.
- Förderquote bis 35 %
- Solar, Wind, H₂ & Speicher förderfähig
- Rückwirkend für offene Jahre
Energie: Einspeisung stabilisieren
Neuer AnsatzWind, Solar und Wechselrichter gemeinsam regeln
Offene FrageWie reagiert das System auf ein schwankendes Netz?
VersuchEinspeisepfad mit wechselnder Last testen
In der Energiewirtschaft entscheidet der Schnitt des Vorhabens, nicht die Leistung der Anlage.
Die Bescheinigungsstelle bewertet nicht, wie groß ein Speicher oder Elektrolyseur ist, sondern ob eine technische Frage vorab offen war und systematisch beantwortet wurde. Ein Anlagenbauer verliert seinen Antrag selten an der Technik, meistens daran, dass Errichtung und Betrieb einer Serienanlage im selben Vorhaben stehen wie die Entwicklung des Konzepts dahinter.
Fördersätze, Kosten und Grenzen
Das Wichtigste zur Forschungszulage in der Energietechnik
Welche Tätigkeiten in der Energietechnik sind förderfähig?
Die Branche entscheidet nicht über die Förderfähigkeit. Die Bescheinigungsstelle prüft jedes Vorhaben gegen drei Kriterien: Neuheit, Technisches Risiko, Systematik. Fällt eines aus, fällt der Antrag. Unten stehen die Tätigkeiten, die uns bei Energie- und Cleantech-Unternehmen am häufigsten begegnen, mit dem Befund, den wir dazu erwarten.
Abgrenzung: Die Förderfähigkeit hängt vom konkreten Vorhaben ab.
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Zellen, Stacks & Speicherchemie
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Neue Bipolarplatten-Geometrie mit integriertem Kühlkanal und neuer Beschichtung für einen PEM-ElektrolyseurFörderfähig
Förderfähig. Neuheit: Kein am Markt verfügbares Stackkonzept erreicht die geforderte Degradationsrate bei der vorgesehenen Stromdichte. Technisches Risiko: Ob die Degradation unter 2 % je 1.000 Betriebsstunden bei 3 A/cm² bleibt, steht vor Langzeitversuch und Beschichtungsprüfung nicht fest. Systematik: Auslegung, Beschichtungsversuche, Prüfstand, Zellsensorik, Messreihen über mehrere Revisionen, belegt durch Teststandsprotokolle.
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Neue Elektrodenformulierung oder Katalysatorbeschichtung mit offenem Wirkungsgrad-ZielFörderfähig
Förderfähig. Wirkungsgrad, Standzeit und Materialkosten stehen in Zielkonflikt und sind messbar. Damit ist das technische Risiko quantifizierbar, eine der stärksten Ausgangslagen, die ein Antrag in dieser Branche haben kann.
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Skalierung einer bewährten Zelle auf eine größere aktive FlächeAbgrenzung
Abgrenzung. Routine, solange Stromverteilung und Wärmehaushalt linear mitwachsen. Förderfähig wird es, wenn bei der neuen Größe Hotspots oder ungleiche Stromdichteverteilung nachweislich auftreten und ein neues Kühl- oder Verteilkonzept erarbeitet werden muss.
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Zellfertigung nach lizenziertem Verfahren ohne eigene AnpassungNicht förderfähig
Nicht förderfähig. Rezeptur, Anlagenpark und Prüfkriterien sind vom Lizenzgeber vorgegeben. Das Ergebnis ist vor Produktionsbeginn bekannt, ein eigenes technisches Risiko trägt das Unternehmen nicht.
Leistungselektronik, Regelung & Netzintegration
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Eigene Regelstrategie für Netzstabilisierung bei hoher volatiler EinspeiseleistungFörderfähig
Förderfähig. Wer eine Regelung entwirft, weil Standardregler Frequenz- oder Spannungshaltung bei den geforderten Einspeiseprofilen nicht erreichen, muss zwangsläufig begründen, warum. Damit ist der Stand der Technik benannt. Halten Sie die verworfenen Reglerstrukturen und ihre Messwerte fest, das ist später der tragende Nachweis.
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Zustandsschätzung oder Sensorfusion für ein Batteriemanagementsystem unter neuen LastprofilenFörderfähig
Förderfähig. Ob der Ladezustand und die Alterung einer Zelle mit den verfügbaren Signalen überhaupt zuverlässig geschätzt werden können, ist vorab offen. Messreihen, die Schätzgüte über Iterationen zeigen, sind hier Systematik und technisches Risiko in einem.
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Retrofit einer Bestandsanlage mit neuer Steuerung oder WechselrichtertechnikAbgrenzung
Abgrenzung. Förderfähig, wenn das Zusammenspiel von Altanlage und neuer Regelung ungeklärt ist und im Versuch erarbeitet wird. Routine, wenn Hersteller-Dokumentation und Parametrierleitfaden den Weg vorgeben.
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Parametrierung einer Standard-Wechselrichter-Firmware nach HandbuchNicht förderfähig
Nicht förderfähig. Vorgesehener Gebrauch der Geräteplattform. Erst wenn die Plattform die Anforderung nachweislich nicht abbildet und ein eigenes Verfahren daneben entsteht, liegt eine offene technische Frage vor.
Werkstoffe & Beschichtungen
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Neue Membran oder Beschichtung für ein aggressives Medium mit offener LebensdauerFörderfähig
Förderfähig. Ob eine neue Membran den geforderten Ionentransport bei gleichzeitig ausreichender chemischer Beständigkeit über die Zielbetriebsdauer erreicht, ist vorab nicht bestimmbar. Die Versuchsreihe über Materialvarianten und Betriebsbedingungen ist Ihr Systematik-Nachweis.
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Prozessoptimierung an einer bestehenden Beschichtungs- oder FertigungsanlageAbgrenzung
Abgrenzung. Förderfähig, sobald ein Zielwert gefordert ist, den der bekannte Prozess gemessen nicht erreicht, und die Ursache vorab unklar ist. Ohne diese Messung liest die Bescheinigungsstelle nur eine anspruchsvolle Anforderung, und anspruchsvoll ist kein Kriterium des FZulG.
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Variantenauslegung für Betriebsbedingungen außerhalb des bisherigen ZulassungsbereichsAbgrenzung
Abgrenzung. Förderfähig ist der Teil, für den keine gesicherte Auslegung existiert und der im Versuch geklärt wird. Nicht förderfähig ist das Anpassen bekannter Varianten innerhalb des Zulassungsrahmens, auch wenn es Wochen dauert.
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Werkstoff- oder Lieferantenwechsel mit Einfahren nach FreigabeprotokollNicht förderfähig
Nicht förderfähig. Auch aufwendiges Einfahren bleibt Inbetriebnahme. Der Weg ist dokumentiert, das Ergebnis vorhersagbar.
Prototyp, Pilotanlage & Inbetriebnahme
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Pilotanlage im MW-Maßstab zur Validierung eines neuen Speicher- oder Elektrolysekonzepts, mit Messplan und AbbruchkriterienFörderfähig
Förderfähig. Der klarste Fall in dieser Gruppe. Wer vorab festlegt, was gemessen wird und wann der Versuch als gescheitert gilt, hat Systematik und technisches Risiko bereits dokumentiert, bevor die Bescheinigungsstelle danach fragt.
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Erstinbetriebnahme einer Pilotanlage am realen StandortAbgrenzung
Abgrenzung. Förderfähig ist der Anteil, in dem ein zuvor nicht beherrschtes Verhalten erst am realen Netz oder Prozess erarbeitet wird, belegt durch Änderungsstände und Messungen. Das Abnehmen nach Genehmigungsbescheid ist Auslieferung.
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Errichtung und Betrieb einer Serienanlage nach genehmigtem, feststehendem AnlagenkonzeptNicht förderfähig
Nicht förderfähig. Das technische Konzept ist entschieden, was folgt ist Bauausführung und Betrieb. Notwendige und oft kapitalintensive Arbeit, aber kein Erkenntnisgewinn im Sinne des FZulG.
Digitalisierung & Netzbetrieb
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Physikbasiertes Lastprognose- oder Netzzustandsmodell mit eigener ModellbildungFörderfähig
Förderfähig. Ob ein Modell den Netzzustand oder die Last mit ausreichender Genauigkeit vorhersagt, ist vorab offen. Die Gegenüberstellung von Modell und Messung über mehrere Iterationen ist der Nachweis.
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Anbindung von Bestandsanlagen mit unklarer Signal- und Datenqualität an ein EnergiemanagementsystemAbgrenzung
Abgrenzung. Förderfähig, wenn belegt ist, dass die verfügbaren Signale die geforderte Aussage nicht tragen und eigene Verfahren zur Aufbereitung entwickelt werden mussten. Reines Verkabeln, Protokoll-Mapping und Dashboards sind Integration.
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Einführung eines Standard-Leitsystems oder EMS nach HerstellervorgabeNicht förderfähig
Nicht förderfähig. Auch anspruchsvolle Integrationsarbeit bleibt Integration. Die Werkzeuge sind für genau diesen Zweck gebaut, der Weg ist dokumentiert, das Ergebnis vorhersagbar.
Was regelmäßig abgelehnt wird
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Errichtung, Betrieb und Wartung einer Anlage nach genehmigtem AnlagenkonzeptNicht förderfähig
Nicht förderfähig. Der häufigste Ablehnungsgrund in dieser Branche. Errichtung und Betrieb sind Vollzug eines feststehenden Konzepts, keine Forschung. Förderfähig ist ausschließlich die vorgelagerte Entwicklung des neuen Konzepts.
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Genehmigungsverfahren, CE-Konformität, technische DokumentationNicht förderfähig
Nicht förderfähig. Pflichtarbeit im Zuge der Anlagenzulassung, deren Ergebnis feststeht. Die dabei entstehenden Prüfprotokolle können aber als Nachweis für ein förderfähiges Vorhaben dienen.
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Serienanlauf, Abnahme, Schulung, WartungsverträgeNicht förderfähig
Nicht förderfähig. Notwendige und oft aufwendige Arbeit, aber kein Erkenntnisgewinn im Sinne des FZulG. Sie übergeben ein Ergebnis, das technisch feststeht.
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Instandhaltung und Ersatzteilbeschaffung für BestandsanlagenNicht förderfähig
Nicht förderfähig. Das Ergebnis steht vorher fest: derselbe Funktionsumfang, wiederhergestellt. Wird von Beratern gelegentlich mit eingereicht und zieht dann das ganze Vorhaben in die Prüfung.
Ihr Vorhaben steht nicht dabei oder liegt zwischen zwei Zeilen? Das ist der Normalfall, die Abgrenzung entscheidet sich am konkreten Sachverhalt, nicht an der Überschrift. Schildern Sie uns das Vorhaben, wir sagen Ihnen, wo es steht.
Welche Nachweise verlangt die BSFZ in der Energietechnik?
Energie- und Cleantech-Unternehmen führen für die Forschungszulage praktisch nie ein zusätzliches System ein, sie haben die Belege längst. Wir werten aus, was da ist, und ordnen jede Quelle dem Kriterium zu, das sie trägt.
| Quelle | Was sie belegt | Kriterium |
|---|---|---|
| Teststand- und Prüfprotokolle | Abgebrochene Läufe und Messreihen datieren, was wann versucht und woran es gemessen wurde. Ein gescheiterter Lauf ist kein Makel, sondern der Beweis für offenes Ergebnis. | Systematik · Technisches Risiko |
| Zellmessdaten · Stack- und Batteriezyklierung | Lade-, Entlade- und Alterungskurven über Zyklen und Temperaturen zeigen, ob ein Zielwert erreichbar war oder erst durch Iteration erreichbar wurde. | Systematik · Technisches Risiko |
| Simulationsberichte · Thermal-, Strömungs- und Netzsimulation | Berechnungsberichte mit Randbedingungen, Konvergenzstudien und Abgleich gegen Messung belegen, dass der Zielwert nicht selbstverständlich erreichbar war. | Technisches Risiko |
| Netzanschlussmessungen · Einspeise- und Lastprofile | Messungen vor und nach einer Regelungsänderung belegen den Unterschied zwischen Parametrierung nach Handbuch und dem Erarbeiten eines vorher unbekannten Netzverhaltens. | Abgrenzung |
| Betriebsdaten aus Pilotanlagen | Betriebsstunden, Störfälle und Nachregelungen einer Pilotanlage dokumentieren den Weg von der Idee zum belastbaren Konzept, klar getrennt vom späteren Regelbetrieb. | Systematik |
| Änderungsanträge · Konstruktionsentscheidungen | Änderungsverläufe benennen die verworfenen Lösungen, genau die Information, mit der sich der Stand der Technik belegen lässt. | Neuheit |
| Zeiterfassung · Projektstunden | Für den Finanzamtsantrag zählt die Stunde. Wir legen eine vorhandene Erfassung auf die Vorhaben um, statt ein Parallelsystem einzuführen. | Kostenseite |
| Normprüfungen · Zertifizierungsberichte | Prüfungen nach IEC- und DIN-EN-Normen dokumentieren den experimentellen Charakter, wenn sie Iterationen bis zum Bestehen abbilden, nicht nur die finale Zulassungsprüfung. | Systematik |
Der häufigste Fehler in begleiteten Anträgen ist ein nachträglich konstruierter Entwicklungsprozess mit Phasen, die es bei Ihnen nie gab. Ihre echten Teststandsprotokolle und Betriebsdaten sind der bessere Nachweis, sie liefern ein lückenloses, datiertes Protokoll der Vorgehensweise.
Was kommt dabei heraus?
Zwei gerechnete Fälle für Vorhaben, die nach dem 31.12.2025 begonnen haben, einmal zum KMU-Satz von 35 %, einmal zum Regelsatz von 25 %.
Speicher-Start-up, 40 Mitarbeiter · KMU
Arbeitgeberbrutto, 10 Entwicklungs- und Testingenieure: 800.000 €. Zehn Entwicklungs- und Testingenieure, F&E-Anteil über Projektstunden belegt, dazu ein vergebener Prüfauftrag an ein Fraunhofer-Institut
Pro Jahr. Über drei offene Wirtschaftsjahre rückwirkend beantragt liegt die Summe in derselben Größenordnung — ohne Gemeinkostenpauschale, weil das Vorhaben vor 2026 begonnen hat und mit dem Regelsatz von 25 % für 2023 (§ 4 Abs. 1 FZulG).
Netzbetreiber, 500 Mitarbeiter
Arbeitgeberbrutto, 25 Entwickler: 2.250.000 €. Fünfundzwanzig Entwickler an Netzregelungsalgorithmen und Speicherintegration, kein KMU. Regelsatz 25 %, Auftragsforschung an ein Hochschulinstitut
Pro Jahr. Die Bemessungsgrundlage ist bei 12 Mio. € gedeckelt, maximal 3,0 Mio. € Zulage im Regelsatz, 4,2 Mio. € als KMU.
Als Faustzahl: Ein Entwicklungsingenieur mit 80.000 € Arbeitgeberbrutto, der zur Hälfte an förderfähigen Vorhaben arbeitet, bringt rund 16.800 € Forschungszulage im Jahr (KMU-Satz, mit Gemeinkostenpauschale — das Vorhaben beginnt nach dem 31.12.2025). Gedeckelt ist das Ganze bei einer Bemessungsgrundlage von 12 Mio. € und einer Zulage von 4,2 Mio. € pro Jahr. Zum Rechner
Die Abgrenzungsregeln zwischen Entwicklung und Anlagenbetrieb, die Nachweisquellen und eine Vorlage für die Vorhabenbeschreibung, als PDF.
Was Energie- und Cleantech-Unternehmen uns am häufigsten fragen
Wie wird aus Ihrer Dokumentation ein Antrag?
Ihr Teststand und Ihr Versuchsfeld dokumentieren bereits alles, was die Bescheinigungsstelle sehen will, nur in einer anderen Sprache. Hier ist derselbe Sachverhalt in vier Registern, vom Prüfstandsprotokoll bis zum Antragssatz.
Im Versuchsfeld — Was ohnehin geschrieben wird
PEM-Elektrolyseur EL-220, Messreihe 1 Degradation 8,1 % / 1.000 h bei 3 A/cm² // Ziel < 2 %, Hotspots an der Bipolarplatte - Zellsensoren ....... 24 Stück - Kühlkanal ........... Modell v2 - Messreihe 3 ........ 1,7 % / 1.000 h ok
Im Gespräch — Was das Team dazu sagt
Fachlich vollständig und als Antragstext wertlos. Es fehlt jeder Bezug zum Stand der Technik und zur Messgröße.
Bei der BSFZ — Was tatsächlich geprüft wird
- Neuheit
- Technisches Risiko
- Systematik
Zu jedem der drei Kriterien muss der Antrag eine prüfbare Aussage enthalten. Beschrieben wird nicht der fertige Elektrolyseur, sondern der Erkenntnisgewinn auf dem Weg dorthin.
Im Antrag — Was wir daraus formulieren
„Für PEM-Elektrolyseure mit der geforderten Stromdichte von 3 A/cm² lag kein Stackkonzept vor, dessen Degradation unter der Zielmarke von 2 % je 1.000 Betriebsstunden belegt war. Ob sich die lokale Erwärmung an der Bipolarplatte durch integrierte Kühlkanäle und eine neue Beschichtung so weit kompensieren lässt, war vorab nicht bestimmbar. Das Vorhaben ermittelte dies in drei Messreihen gegen eine definierte Zielmarke.“
Woran scheitern Anträge in der Energietechnik?
Abgelehnte Vorhaben aus der Energiewirtschaft scheitern selten an ihrer Technik. Sie scheitern an fünf wiederkehrenden Mustern, und die sehen wir bei Eigenanträgen genauso wie bei extern begleiteten.
Der Stand der Technik fehlt
Der Antrag beschreibt, was gebaut wurde, nicht, warum es mit verfügbaren Zell-, Speicher- oder Regelungskonzepten nicht ging. Ohne benannte Wettbewerbslösungen oder Normwerte kann die Bescheinigungsstelle keine Neuheit feststellen. Das ist in unseren Mandaten der häufigste Grund.
Anlagenbetrieb wird als Vorhaben eingereicht
Errichtung und Betrieb einer Anlage nach feststehendem Konzept sind keine F&E, auch wenn die Anlage neu und kapitalintensiv ist. Ein Antrag über „die Pilotanlage“ als Ganzes zwingt die Bescheinigungsstelle, Entwicklung und Vollzug gemeinsam zu bewerten.
Projektrisiko statt technisches Risiko
Finanzierung, Genehmigungsdauer und Lieferkette sind keine technischen Risiken. Wer so argumentiert, beschreibt ein Management- oder Marktproblem und bekommt es als solches beschieden.
Der Prototyp oder die Pilotanlage wird als Produkt beschrieben
Der Antrag liest sich wie ein Datenblatt: Wirkungsgrad, Kapazität, Leistung. Die Bescheinigungsstelle sucht aber den Weg dorthin, die Versuche, die nicht funktioniert haben, und die Messung, die den Unterschied belegt.
Kostenseite und Sachverhalt passen nicht zusammen
Die BSFZ bescheinigt das Vorhaben, das Finanzamt prüft die Kosten. Wer Materialkosten für die Pilotanlage ansetzt oder Stunden, die der Vorhabenbeschreibung widersprechen, verliert im zweiten Schritt, nach bereits erteilter Bescheinigung.
Liegt bei Ihnen bereits eine Ablehnung vor, ist der erste Schritt die Analyse des Bescheids: welcher der fünf Punkte trägt die Entscheidung. Davon hängt ab, ob Widerspruch oder Neuantrag der richtige Weg ist.
Welche weiteren Branchen nutzen die Forschungszulage?
Die Branche entscheidet nie über die Förderfähigkeit, § 2 FZulG tut das. Diese Seiten zeigen dieselben drei Kriterien an den Tätigkeiten des jeweiligen Fachs.
- Maschinenbau — Konstruktion, Versuch, Inbetriebnahme
- Automotive — Antrieb, Batterie, Fahrfunktion
- Medizintechnik — Wirkprinzip, SaMD, vor der Zulassung
- Pharma & Life Sciences — Wirkstoff, Formulierung, Bioprozess
- Bauindustrie — Bauverfahren, Baustoff, Bauteilversuch
- Luft- & Raumfahrt — Struktur, Antrieb, Avionik
- Agrar & FoodTech — Verfahren, Rezeptur, Feldversuch
- Software & IT — Algorithmus, Modell, Architektur
Schicken Sie uns ein Messprotokoll, keinen Fragebogen
Im Erstgespräch reden wir über Ihre Zelle, Ihren Speicher oder Ihre Regelung, nicht über Ihre Rechtsform. Nach dreißig Minuten wissen Sie, welcher Teil Ihrer Entwicklung förderfähig ist, in welcher Größenordnung, und ob sich ein rückwirkender Antrag lohnt. Das Erstgespräch ist kostenlos; 30 % des Honorars werden mit dem BSFZ-Bescheid fällig, 70 % erst nach der Auszahlung.
Erstgespräch vereinbarenWeiterlesen
- Der FZulG-Antrag in zwei SchrittenBSFZ-Antrag und Finanzamtsantrag: Reihenfolge, Fristen, Bearbeitungsdauer.
- Forschungszulage berechnenPersonalkosten, F&E-Anteil und Auftragsforschung eingeben, Betrag ablesen.
- Welche Personalkosten zählenArbeitgeberbrutto, anteilige Zuordnung und was bei Werkstudenten und Freelancern gilt.
- Zeiterfassung für F&E-StundenWie eine vorhandene Erfassung finanzamtsfest auf Vorhaben umgelegt wird.
- BSFZ-Ablehnung erhaltenBescheid lesen, Ablehnungsgrund bestimmen, zwischen Widerspruch und Neuantrag entscheiden.
- Bewilligte VorhabenAnonymisierte Fälle aus Software, Maschinenbau und Medizintechnik mit Beträgen.
- Forschungszulage im MaschinenbauWenn Ihre Energieanlagen selbst konstruiert und gebaut werden: Abgrenzung von Konstruktion und Entwicklung.
- Forschungszulage in der BauindustrieGebäudeenergietechnik, Wärmepumpen und Netzanbindung als F&E-Vorhaben im Bau.
Max Nodes
Gründer und Geschäftsführer von NOVARIS Consulting. Spezialisiert auf die steuerliche Forschungsförderung (FZulG) seit 2021; 25 von 25 begleiteten BSFZ-Anträgen bewilligt (Stand 09/2026). Max Nodes