Forschungszulage in der Steuererklärung: Antrag auf Forschungszulage, Festsetzung, Anrechnung

Die Forschungszulage folgt einer festen Reihenfolge: erst den Antrag auf Forschungszulage, dann die Festsetzung, dann die Anrechnung nach § 10 FZulG. Wir liefern dem Steuerberater die Werte dafür.

  • Antrag auf Forschungszulage: Pflichtanlage, nur über ELSTER
  • Anrechnung auf KSt oder ESt, Überschuss ausgezahlt
  • Keine Betriebseinnahme, deshalb kein Gewerbeertrag
Anrechnung und Auszahlung§ 10 FZulG
Forschungszulage483.000 €
Auf die Steuer angerechnet− 300.000 €
Wird ausgezahlt183.000 €
Auszahlung auf Ihr Konto 183.000 € 300.000 € davon mit der Steuer verrechnet

Die Zulage wird zuerst auf die festgesetzte Steuer angerechnet. Was danach bleibt, zahlt das Finanzamt aus (§ 10 FZulG).

Auszahlung im Erstgespräch prüfen

Das Wichtigste in Kürze

Die Forschungszulage steht in dem Antrag auf Forschungszulage zur Körperschaft- oder Einkommensteuererklärung, nur elektronisch über ELSTER. Das Finanzamt setzt sie fest und rechnet sie auf die Steuer an, ein Überschuss wird ausgezahlt (§ 10 FZulG). Ohne BSFZ-Bescheinigung keine Festsetzung: Bescheinigung, Antrag auf Forschungszulage, Festsetzung, Anrechnung. Auch in Verlustjahren die volle Zulage. Welches Feld welchen Fehler auslöst, zeigt die Ausfüllhilfe zum Formular.

Das Wichtigste zur Steuererklärung

  • Pflichtanlage
    Antrag auf Forschungszulage, elektronisch über ELSTER
  • Reihenfolge
    Bescheinigung, Antrag auf Forschungszulage, Festsetzung, Anrechnung
  • Anrechnung
    Auf die nächste erstmalige Festsetzung (§ 10 FZulG)
  • Überschuss
    Wird ausgezahlt, auch in Verlustjahren voll
  • Gewerbesteuer
    Kein Gewerbeertrag, weil kein steuerpflichtiger Gewinn (§ 7 GewStG)
  • Was steht in dem Antrag auf Forschungszulage und wer füllt sie aus?

    Die BSFZ-Bescheinigung wird zu Zahlen, eingereicht mit der Steuererklärung.

    Angaben in dem Antrag auf Forschungszulage, Beispiel GmbH
    AngabeInhaltBeispiel
    BSFZ-Bescheinigungsnummeraus dem BescheidBSFZ-2026-00123
    Datum der BescheinigungAusstellungsdatum15.03.2026
    PersonalkostenArbeitgeberbruttolöhne800.000 €
    Auftragsforschung70 %, EWR350.000 €
    Gemeinkostenpauschale20 %, ab 2026230.000 €
    Bemessungsgrundlagehöchstens 12 Mio. €1.380.000 €
    Fördersatz25 %, KMU 35 %35 %
    Forschungszulagewird festgesetzt483.000 €
    Unabhängig einreichbar, das beschleunigt die Auszahlung. Mehr im Antrags-Leitfaden.
    1. vor der Erklärung

      Bescheinigung der BSFZ

      Ohne sie keinen Antrag auf Forschungszulage (§ 6 FZulG).

      BSFZ
    2. mit der Erklärung

      Antrag auf Forschungszulage einreichen

      Über ELSTER, mit Bescheinigungsnummer und Bemessungsgrundlage.

      Steuerberater
    3. mit dem Bescheid

      Festsetzung

      Das Finanzamt setzt die Zulage fest.

      Finanzamt
    4. mit der Festsetzung

      Anrechnung und Auszahlung

      Anrechnung auf die Steuer, Rest ausgezahlt (§ 10 FZulG).

      Finanzamt

    Wann muss der Antrag auf Forschungszulage eingereicht werden?

    Nach Ablauf des Wirtschaftsjahres, innerhalb der Festsetzungsfrist, nur mit BSFZ-Bescheinigung.

    Der Antrag auf Forschungszulage – im Sprachgebrauch oft „Anlage FZ“ genannt, obwohl er keine Anlage zur Steuererklärung ist – wird nach Ablauf des Wirtschaftsjahres gestellt, in dem die Aufwendungen entstanden sind (§ 5 FZulG). Eine Abgabefrist wie bei der Steuererklärung gibt es nicht: Er kann zusammen mit der Körperschaft- oder Einkommensteuererklärung oder getrennt davon über ELSTER übermittelt werden. Voraussetzung ist die Bescheinigung der BSFZ (§ 6 FZulG), deren Nummer darin anzugeben ist.

    Fristen rund um den Antrag auf Forschungszulage
    SchrittFristRechtsgrundlage
    BSFZ-Bescheinigung beantragenjederzeit, auch nach Abschluss des Vorhabens; die Bescheinigung ist Grundlagenbescheid für den Antrag auf Forschungszulage§ 6 FZulG
    Antrag auf Forschungszulage einreichenfrühestens nach Ablauf des Wirtschaftsjahres, in dem die Aufwendungen entstanden sind§ 5 FZulG
    Späteste Einreichungbis zum Ende der Festsetzungsfrist: vier Jahre, beginnend mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Steuererklärung abgegeben wurde (§ 170 AO)§ 169 AO
    • Jedes Wirtschaftsjahr braucht einen eigenen Antrag auf Forschungszulage; mehrere Jahre können nacheinander eingereicht werden.
    • Die Bescheinigungsnummer der BSFZ ist Pflichtangabe; ohne sie ist der Antrag unvollständig.
    • Wird der Antrag auf Forschungszulage nach dem Steuerbescheid eingereicht, verrechnet das Finanzamt die Zulage mit der nächsten Festsetzung (§ 10 FZulG).