Forschungszulage Höhe: bis zu 4,2 Mio. € pro Jahr
Die Zulage ist Bemessungsgrundlage mal Fördersatz: 25 %, für KMU 35 %. Der Rechner zeigt das Ergebnis für 600.000 € Personalkosten und 150.000 € Auftragsforschung.
- Fördersatz 25 %, für KMU 35 %
- Bemessungsgrundlage höchstens 12 Mio. € pro Jahr
- Bis zu 4,2 Mio. € Zulage für KMU
Verrechnung mit der Steuerfestsetzung, Überschuss wird ausgezahlt (§ 10 FZulG)
Bemessungsgrundlage begrenzt auf 12.000.000 €
So hoch ist Ihre Forschungszulage
Die Forschungszulage beträgt 25 % der Bemessungsgrundlage, für KMU 35 %. Bei Aufträgen nach dem 27.03.2024 sind 70 % des Entgelts anrechenbar; vor der zusätzlichen Pauschale sind das 17,5 % beziehungsweise 24,5 % des Auftragsentgelts. Die Bemessungsgrundlage ist auf höchstens 12 Mio. € pro Jahr gedeckelt; die maximale Zulage liegt bei 4,2 Mio. € (KMU) beziehungsweise 3 Mio. € (Großunternehmen). Für neue Vorhaben erhöht die 20-%-Pauschale die Bemessungsgrundlage separat.
Das Wichtigste zur Förderhöhe
Wie entsteht die Höhe der Zulage aus den Kosten?
Personalkosten, Eigenleistungen und 70 % der Auftragsforschung addieren sich zur Bemessungsgrundlage; ab 2026 kommt eine 20-%-Pauschale hinzu, dann multipliziert der Fördersatz.
Die Gemeinkostenpauschale von 20 % erhöht die Bemessungsgrundlage auf 960.000 €; bei 35 % Fördersatz ergibt das 336.000 € Zulage.
Kleines Startup (KMU)
Drei Entwickler, 240.000 € Personalkosten, Vorhaben ab 2026.
Inklusive der 20-%-Pauschale auf die Bemessungsgrundlage (§ 3 Abs. 3b FZulG).
Großunternehmen ohne KMU-Bonus
2,4 Mio. € Personalkosten, mehr als 250 Mitarbeitende.
Ohne KMU-Status sinkt der Fördersatz von 35 % auf 25 %.
Wie viel Forschungszulage bekommt ein Unternehmen?
Ein Beispiel mit Auftragsforschung; zwei weitere Unternehmensgrößen zeigt die Rechnung weiter oben auf dieser Seite.
Fördersatz: 25 % oder 35 %
Großunternehmen erhalten 25 % der Bemessungsgrundlage, KMU 35 % — die Erhöhung um 10 Prozentpunkte steht in § 4 Abs. 1 FZulG. Als KMU gilt: weniger als 250 Mitarbeitende, höchstens 50 Mio. € Umsatz oder 43 Mio. € Bilanzsumme.
KMU mit Entwicklungsauftrag
950.000 € Personalkosten plus 200.000 € Auftrag an ein EWR-Institut.
Nur 70 % des Auftrags zählen, auch dafür gilt die Pauschale.
Welche Kosten zählen in die Bemessungsgrundlage?
Vier Kostenarten bilden die Bemessungsgrundlage.
| Kostenart | Anrechnung | Rechtsgrundlage |
|---|---|---|
| F&E-Personalkosten | 100 % des Arbeitgeberbruttos | § 3 Abs. 1 FZulG |
| Auftragsforschung | 70 % des Entgelts an Dritte im EWR | § 3 Abs. 4 FZulG |
| Eigenleistungen | 100 € je Stunde, höchstens 40 Std./Woche; nur Einzel- und Mitunternehmer | § 3 Abs. 3 FZulG |
| Gemeinkostenpauschale | 20 % auf die gesamte Summe, nur Vorhaben mit Beginn nach dem 31.12.2025 | § 3 Abs. 3b FZulG |
Personalkosten sind meist der größte Posten: Arbeitgeberbrutto plus Sozialversicherung. Bei GmbH, UG und AG zählt die Geschäftsführer-Zeit nur über das Gehalt, nicht als Eigenleistung.
Was hat sich 2024 und 2026 geändert?
Deckel und Auftragsforschungsanteil hängen an festen Stichtagen, nicht an Kalenderjahren.
| Zeitraum | Deckel der Bemessungsgrundlage | Auftragsforschungsanteil | Gemeinkostenpauschale |
|---|---|---|---|
| Ab 01.07.2020 | 4 Mio. € | 60 % | keine |
| Ab 28.03.2024 | 10 Mio. € | 70 % | keine |
| Ab 01.01.2026 | 12 Mio. € | 70 % | 20 % (nur Vorhaben mit Beginn nach dem 31.12.2025) |
Vor dem 01.07.2020 lag der Deckel bei 2 Mio. €. Der Sprung auf 10 Mio. € kam zum 28.03.2024 mit dem Wachstumschancengesetz und dem KMU-Satz von 35 %. Die 20-%-Pauschale gilt seit 01.01.2026, nur für Vorhaben mit Beginn nach dem 31.12.2025.
Wo endet die Förderung?
Drei Grenzen wirken zusammen: der Deckel der Bemessungsgrundlage, der Fördersatz und der beihilferechtliche Höchstbetrag.
Deckel, Fördersätze und die Beihilfegrenze je Wirtschaftsjahr zeigt die Übersicht weiter unten auf dieser Seite.
Für verbundene Unternehmen gilt der 12-Mio.-Deckel gemeinsam, nicht je Gesellschaft (§ 3 Abs. 6 FZulG).
Welche Fragen zur Förderhöhe tauchen am häufigsten auf?
Was begrenzt die Höhe nach oben?
Drei Grenzen wirken zusammen: der Deckel der Bemessungsgrundlage, der Fördersatz und der beihilferechtliche Höchstbetrag je Unternehmen und Vorhaben.
| Wirtschaftsjahr | Deckel der Bemessungsgrundlage | Fördersatz | Beihilferechtlicher Höchstbetrag je Vorhaben |
|---|---|---|---|
| 2020–2023 | 4 Mio. € | 25 % (einheitlich) | 15 Mio. € |
| 2024–2025 | 10 Mio. € | 25 %, für KMU 35 % | 15 Mio. € |
| Ab 2026 | 12 Mio. € | 25 %, für KMU 35 % | 15 Mio. € |
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- Forschungszulage-RechnerBemessungsgrundlage und Zulage über mehrere Jahre berechnen.
- KMUDie EU-Kriterien für den erhöhten Fördersatz.
- Verbundene UnternehmenWie sich der Deckel im Konzern verteilt.
- PersonalkostenWelche Lohnbestandteile in die Bemessungsgrundlage zählen.
- Forschungszulage beantragenBSFZ-Antrag und Antrag auf Forschungszulage Schritt für Schritt.
- Rückwirkend beantragenWelche Jahre noch offen sind.
Max Nodes
Gründer und Geschäftsführer von NOVARIS Consulting. Spezialisiert auf die steuerliche Forschungsförderung (FZulG) seit 2021; 25 von 25 begleiteten BSFZ-Anträgen bewilligt (Stand 09/2026). Max Nodes